den Topspin nicht nur flach und scharf auszuführen ?
ANTWORT:
Es wird als VORGABE das Kriterium - "BALLFLUGHÖHE" - variert.
Eine "mindest-BALLFLUGHÖHE" wird mittels des TOPSPIN-NETZES vorgegeben.
ÜBUNG 1:VORHAND-
Topspin mit doppelter Netzhöhe bis Topspin mit dreifacher Netzhöhe
Auch alle Zwischenhöhen sind bis zur dreifachen Normalnetzhöhe durch Verschieben der Gummiringe einstellbar!
Zwei Spieler schlagen einen weich angerissenen Topspin mit viel Vorwärts-Rotation mit der VORHAND über das Topspinnetz.
Die starke Vorwärts-Rotation wird erzeugt, indem der Ball an seinem Äquator "angerissen" wird.
Und jetzt aber nach oben anreißen und nicht nach vorne !
Da die nach vorn angerissenen TOPSPINS sowieso vom "NETZ eingefangen" werden,
erfährt der Übende sehr deutlich, dass nur ein Ball, der "nach schräg oben angezogen" wird, zum Erfolg führt.
Beim Ballwechsel besteht die Aufgabe darin, den Ball mit viel Spin und einer hohen Flugbahn zu spielen und dabei einen Ballaufsprung nahe der gegnerischen Grundlinie anzustreben.
ÜBUNG 2:RÜCKHAND-Topspin mit doppelter Netzhöhe bis Topspin mit dreifacher Netzhöhe
Zwei Spieler schlagen einen weich angerissenen Topspin mit viel Vorwärts-Rotation mit RÜCKHAND über das Topspinnetz.
Auch hier besteht die Aufgabe darin, den Ball mit viel Spin und einer hohen Flugbahn zu spielen und dabei einen Ballaufsprung nahe der gegnerischen Grundlinie anzustreben.
ÜBUNG 3:VORHAND- oderRÜCKHAND-Topspin mit Topspin-Netz am Returnboard
Mit der Kombination "Returnboard und Topspin-Netz" kann der Schlagansatz
von TT-Aktiven im "one man game" zuhause geübt werden,
ohne daß die ersten Versuche von den Trainingskollegen des Sportvereins beäugt werden.
siehe Video 1 und 2
Effektiv kann das TOPSPIN-Netz auch im
Tischtennis-Schulsport und Vereins-Jugend-Training eingesetzt werden,
da diese neue Trainingsmethode bei der Trainer und der Übende
ein optisches FEEDBACK zur Ballflug-Höhe erhalten,
den Lernfortschritt fördert.
Hier sind Sportlehrer und Jugend-Trainer angesprochen,
um diese Trainings-Methode zu nutzen !
Auch Timo Boll hat sich seinen erfolgreichen
"weichen Topspin" e r a r b e i t e t !!!
Reaktionsschnelligkeit und Returnstabilität
Nun versteht es Timo Boll zudem auch immer erfolgreicher, in "Topspin-Duellen" mit der Weltklasse die Oberhand zu behalten.
Variable Platzierung, wechselndes Tempo, stärkere oder schwächere Rotation im Topspin des Gegenspielers erfordern höchste Aufmerksamkeit und eine entsprechende Reaktion.
Bei langen Topspinballwechseln werden an die Technik, an die Returnstabilität und an die Beinarbeit hohe Anforderungen gestellt.
In " tischtennis " Nr.9 SEPTEMBER 2006 wird unter Analyse der Spielentwicklung berichtet.
Eine Untersuchung aus China zeigt, worauf man nun besonders achten muss:
"Die Fähigkeit in Topspin-Duellen mitzuhalten,
hat sich bei den chinesischen Spielern
in den letzten Jahren stark verbessert.
Durch verstärktes Training in diesem Bereich
ist die Sicherheit deutlich gestiegen.
Auch ein kontrollierter Parallel-Topspin
mitten in solch einem Duell ist gezielt trainiert worden".
Das Training an einem Returnboard simuliert vergleichbare Topspin-Duelle
und führt zu einer Verbesserung der Returnstabilität und Reaktionsschnelligkeit
bei gleichzeitigem Training der Technik und der Beinarbeit.
Welche Kriterien bewirken diese Verbesserung?
Das Returnboard bietet ein Training mit einer gesteigerten Anforderung
und zwar hinsichtlich des Zeitfaktors.
Ein Gegenspieler trifft beim Spiel „Mann gegen Mann“ den Ball oft 0,5m bis 1m hinter der Grundlinie.
Das Returnboard kann nahe der Grundlinie platziert werden.
Der Ball ist daher, durch den kürzeren Weg den er zurücklegt, schneller beim Trainierenden zurück als beim Spiel „Mann gegen Mann“.
Er ist daher gezwungen, die Koordination von Tempo, Rotation, Platzierung, Beinarbeit, Ausholbewegung und optimalen Balltreffpunkt in einem kürzeren Intervall zu realisieren.
Eine gute Übung, um Reaktionsschnelligkeit zu trainieren
und um seine persönlicheReaktionsschnelligkeit zu verbessern,
was sich in einer verbesserten Returnstabilität auswirkt.
Es vergrößert die Chance, in Punktspielen längere Ballwechsel siegreich zu gestalten.
Jeder kann in seinem individuellen Zeitfenster am Returnboard trainieren.
Entsprechend seinem Technikniveau wählt er den dafür entsprechenden Blockwinkel im Level zwischen 1 und 21 aus.
Ein individuelles Topspintraining bei Einstellung der persönlichen Spielstärke ermöglicht am Tischtennistisch im Hobbyraum ein RETURNBOARD. Mehrmaliges Training in der Woche führt zur Verbesserung der Topspin-Technik in der VORHAND beziehungsweise RÜCKHAND bei zunehmender Returnstabilität und Reaktionsschnelligkeit.